Schnell erkannte er, daß
der magere Boden seine Familie kaum ernähren würde und befaste
sich deshalb mit der lmkerei. Der
Hof war von ausgedehnten Heideflächen
umgeben, weshalb er bald größere Ernten erzielen konnte. Es
wurde schwierig, so viel
Honig in der engeren armen Geest abzusetzen, weshalb
er in weiter entfernte Gebiete reisen mußte.
Unter der damaligen französischen
Besatzung benötigte er einen Paß oder Passierschein. Ein Exemplar
aus dem Jahre 1812
belegt die damaligen Reisen. Es liegen noch mehrere
Begleitschreiben des Bürgermeisters der Stadt Friesoythe aus der Zeit
vor
die auf den Verkauf des Honigs in Emden hinweisen. Emden liegt
etwa 100 km entfernt und konnte damals zum Teil nur mit
kleinen Booten
erreicht werden.
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Dieses Bild zeigt einen Pass/Passierschein meiner Vorfahren von 1812. |
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Dieses Bild zeigt meinen Großvater beim Beladen der letzten Postkutsche. |
Einen großen Aufschwung
nahm der Honighandel als mein Großvater 1886 begann,
den Honig per Post ins gesamte
Reichsgebiet zu versenden. Die eigene Produktion
reichte bald nicht mehr aus, so daß er aus den umliegenden Geest-
Gebieten (besonders des Hümmlings) Honig zukaufen mußte. Im Herbst
lieferten oft mehrere Pferdefuhrwerke gleichzeitig
Honig auf dem Honighof
Göken an.